Das Ende

31.07.2010


Liebe Parat-Freunde und Blog-Leser

An dieser Stelle mache ich den letzten Eintrag in meinem Parat-Blog. Vor ein paar Tagen hat meine Parat einen neuen Besitzer gefunden. Das heisst, ich werde die Parat nicht fertig bauen und dieser Blog wird nicht mehr weitergeführt.

Was ist passiert???
Wie die aufmerksamen Leser und Betrachter dieses Blogs sicher festgestellt haben, baute ich meine Parat mit sehr viel Hingabe und Liebe zum Detail. Leider ist meine Freizeit immer knapper geworden (Beruf, Weiterbildung, politisches Engagement, Familie usw.). Keine Angst, ich bleibe aber meinem Hobby, dem Schiffsmodellbau treu und baue weiter Modelle. Auf dem "Level" wie ich meine Parat begonnen habe zu bauen, kann ich dies aber leider nicht mehr tun. Die Parat schlummerte nun viele Monaten vor sich hin und ich vollendete einige kleinere Projekte. Ein begnadeter, junger Vereinskollege von mir suchte zwischenzeitlich nach einem Schlepper mit Voith-Schneider-Antrieb. Da mir die Parat zu schade war, als dass sie einfach in einer Ecke meines Bastelraumes vor sich hin staubte, bot ich diesem Kollegen die Parat zu einem vorteilhaften Preis an. Er sagte zu und kaufte mir die Parat im Rohbaustadium ab. Nun bin ich sehr froh, dass meine Parat einen neuen Besitzer gefunden hat, welcher sich in unserem Verein befindet. So kann ich mich später trotzdem noch an diesem tollen Schlepper erfreuen.

Was baue ich jetzt???
Neben mehreren kleineren Schiffen ist zur Zeit meine Werft mit einer Tito Neri belegt. Bevor jemand sich nun die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und denkt: "mein Gott, wieso verkauft dieser Typ seine Parat, weil er nicht mehr soviel Zeit hat und schafft sich dann eine Tito Neri an?" muss ich eines klären. Diese Tito Neri habe ich fast fertig (ca. 75% gebaut) im Frühling dieses Jahres gekauft. Meine Arbeiten daran sind nun eine farbliche Erneuerung sowie die Ergänzung der Details. Ich denke, dass ich das Modell bis im Herbst auf dem Wasser haben werde. Auf meiner Webseite wird zu gegebener Zeit sicher etwas darüber zu lesen und sehen sein. Einen Tito-Neri-Blog werde ich aber nicht starten ;-)

Was wird aus dem Parat-Blog?
Ich denke, ich werde diesen Blog noch eine Weile im Netz stehen lassen. Wer beginnt eine Parat zu bauen, kann sich ja immer noch den einen oder anderen Tipp holen. Gemäss der Seiten-Statistik ist der Blog immer noch die mit Abstand am meisten besuchte Seite meiner Webseite.

Zum Schluss
Ich möchte mich an dieser Stelle noch bei allen Parat-Freunden die mir geschrieben haben und die ich durch diesen Blog kennengelernt habe bedanken für die netten und anregenden Worte, Komplimente und Tipps.

Viele liebe Grüsse und immer eine handbreit Wasser unter der VSP-Schutzplatte

Lukas

Bohrungen für die Befestigung der Reifenfender

22.07.2008


Wieder einmal sind mir gewisse Unstimmigkeiten zwischen dem Graupner Bausatz und der Original-Parat aufgefallen. Diese betreffen diesmal die Reifenfender und deren Befestigung. Abgesehen vom zu grossen Durchmesser der Reifenfender stimmen die Positionen der von Graupner im Schanzkleid angebrachten Bohrungen für die Befestigung der Reifenfender leider nicht. Zuerst plante ich die Löcher zuzuspachteln. Als ich aber meine Stanzvorrichtung (siehe vorheriger Eintrag) fertiggestellt hatte, probierte ich aus, ob die Löcher nicht besser mit passenden Scheiben aus Polystyrol zu verschliessen wären. Aus 1,5mm Polystyrol stanzte ich Scheiben von 3mm Durchmesser. Diese lassen sich schön stramm in die vorhandenen Löcher stecken und mit Sekundenkleber fixieren. Anschliessend brauchen diese nur noch verschliffen und wenn überhaupt nur minimal verspachtelt zu werden.



Einfaches Stanzwerkzeug

22.07.2008


Für einige kommende Bauabschnitte benötige ich diverse Scheiben aus Messing und Kunststoff. Lange Zeit suchte ich erfolglos nach einem Anbieter für solche Scheiben. Versuche mit einem Bürolocher oder einer Lochzange waren nicht erfolgreich. Abends wach im Bett liegend oder auf dem Weg zur Arbeit im Auto machte ich mir Gedanken, wie ich solche Scheiben einfach und sauber selber herstellen kann. Ich bin auf folgende Lösung gestossen. Aus einem Stück Flachstahl mit den Massen 50x20mm habe ich ein Stück von ca. 25mm Länge abgesägt. In diesen Klotz sägte ich mit der Metallkreissäge links und rechts eine Nut von ca. 15mm Tiefe ein. Von der Stirnseite her bohrte ich nun vier Löcher (3, 4, 5 und 6mm) durch den ganzen Block hindurch. Von der anderen Seite her, bohrte ich die Löcher um einen Milimeter grösser aus, bis ca. 2mm an die Nut heran. Dies um zu verhindern, die gestanzten Scheiben noch die restlichen 10mm durch den Klotz treiben zu müssen. Im Baumarkt kaufte ich mir einen neuen Satz Splintentreiber mit einer scharfen Kante vorne. Man kann natürlich auch bestehende, gebrauchte Splintentreiber verwenden und die Kante vorne schön plan und scharfkantig schleifen.
Nun kann ich das gewünschte Material (z.B. 0,5mm Messingblech) in einen der beiden Schlitze schieben, den Splintentreiber in das gewünschte Loch stecken und mit einem Hammerschlag die Scheiben stanzen. Ich habe dies mit Messingblech und Polystyrol probiert und es hat erstaunlich gut funktioniert. Nun kann ich mir schnell und einfach selber Scheiben mit den Durchmessern 3, 4, 5 und 6mm aus o.e. Material herstellen.












Schanzkleidstützen am Heck

06.07.2008


Nachdem nun die Rumpf- und Schanzkleidaussenseiten soweit fertiggestellt waren, kommt die Komplettierung der Schanzkleidinnenseiten an die Reihe. Ich begann mit den Stützen und den Details des Schanzkleides am Heck. Als erstes versah ich die Klüse mit zwei Stützen aus Polystyrol.



Am Heckschanzkleid sind vier Stützen angebracht. Diese fertige ich auch 2mm Messingrohr. Graupner sieht vor, diese Stützen aus 3mm Kunststoffrohr herzustellen. Bei meinem Besuch auf der Parat habe ich es natürlich nicht unterlassen, den Durchmesser der Originalstützen zu messen. Diese bestehen dort aus 60mm Rohr. Umgerechnet auf 1:33 ergibt dies also ca. 2mm und nicht 3mm. An allen vier Stützen am Heck sind Halterungen angeschweisst, in denen bolzenähnliche Teile eingesteckt sind. Im Handlauf darüber sind entsprechende Bohrungen angebracht, wo diese "Bolzen" eingesteckt werden können. Ich weiss die genaue Funktion dieser Vorrichtungen leider nicht. Ich vermute, sie dienen dazu, Taue o.ä. am Schanzkleid festmachen zu können. Aus Messingrohr und Messingdraht bildete ich jedenfalls diese Details nach und lötete sie an die Schanzkleidstützen.





Für die sichere Befestigung der Stützen an Deck bohrte ich entsprechende Löcher. Ich konnte dadurch die Stützen unten ins Deck stecken und oben unter den Handlauf kleben. Alle Schanzkleidstützen der Parat sind zum Schanzkleid hin noch mit einem Versteifungsblech versehen. Diese schnitt ich aus 0,5mm Polystyrol und klebte sie zwischen die Stützen und das Schanzkleid. Das hört sich eigentlich recht einfach an, ist in Wirklichkeit eine sehr knifflige Angelegenheit. Ich überlege mir im Moment, die weiteren Stützen aus 2mm Kunststoffrohr anzufertigen. Diese Rohre würde ich dann einseitig aufsägen. So könnte ich dann die Versteifungsbleche in die Rohrstützen einschieben und so besser anpassen. Mehr dazu dann in einem weiteren Kapitel...







Nachdem die Stützen mitsamt den Versteifungsblechen gestetzt waren, fertigte ich noch das Schutzgitter an, welches an der Backbordinnenseite des Heckschanzkleides angebracht ist. Dazu fertigte ich eine kleine Hilfsvorrichtung zum Löten der 1mm Messingdrähte an. Das Gitter selber wurde dann durch Löcher im Deck gesteckt und backbordseitigen Stütze angelötet.





Zuwachs auf meiner Werft

03.05.2008


Dieser Eintrag gilt für einmal nicht meiner Parat. Aus aktuellem Anlass möchte ich aber allen Besuchern zwei neue Errungenschaften vorstellen.
Ich habe in einem bekannten Internetauktionshaus (nicht Ebay ;-) ) einen nagelneuen , ungebauten und vollständigen Bausatz des Schottelschleppers "Karl" von Hegi ersteigern können. Dieser passt vom Massstab her sehr gut zu meiner Parat und wird mir später mal eine direkte Vergleichsmöglichkeit zwischen Schottel- und VSP-Antrieb bieten können. Vom Bausatz und dessen Ausstattung bin ich positiv überrascht. Ich habe vor, die Karl weitgehend aus dem Baukasten zu bauen und nicht so sehr ins Detail zu gehen wie bei der Parat. Es stünden mir auch gar nicht die notwendigen Unterlagen dafür zur Verfügung. Ich finde das Modell jedoch originalgetreuer in der reinen Baukasten-Ausführung als dies die Parat wäre. Bis es aber soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen...





Die Fertigstellung meiner Parat liegt noch in einiger Entfernung. Damit ich wieder einmal mit einem neuen Schiff an unseren Modellschifftreffen (siehe hier) auftauchen konnte, habe ich als kleines Zwischenprojekt die Gillis Gullbransson von Graupner gebaut. Dazu benötigte ich rund einen Monat. Sie ist ein tolles kleines Schiff und das Original ist genau wie die Parat in Brunsbüttel stationiert.



Der Bau der Parat geht nun wieder weiter.

Bügel am Heckfender

20.03.2008


Über dem Heckfender auf der Umrandung sitzt bei der Parat ein massiv wirkender, kleiner Bügel. Die Funktion dieses Bauteils ist mir leider unbekannt. Selbstverständlich baute ich dieses eher unscheinbare aber dennoch interessante Detail im Modell nach. Dazu verwendete ich 2,5mm Messingdraht. Die einzelnen Teile schnitt und feilte ich zurecht und fixierte alle Teile zusammen mit Nadeln auf einem weichen Stück Holz. Zuvor hatte ich die exakte Form des Bügels auf ein Stück Rasterpapier gezeichnet und dieses ebenfalls auf dem Holz fixiert. Mit meinem 100-Watt-Lötkolben lötete ich die Teile zusammen. Anschliessend wurde das Teil verputzt und die Länge der Beine mit der Feile angepasst. Zwei der Beine liess ich einwenig länger stehen, so dass ich den Bügel sicher in zwei Bohrungen auf dem Heckfender befestigen konnte.